spc - 4. Segeltag - 09.06.2008 go to ... 06.06.08 07.06.08 08.06.08 09.06.08 10.06.08

RDS : Bernd
Kitchen Boys : Bernd & Detlef

Tages-Telegramm :
(Seitenwind beim Ablegemanöver, ausreichend Wind zum segeln, RDS-Cap-Desaster gemeistert, Wassereinbruch bei Hanna, MOB-Manöver, alles oranje für Holland : Italien = 3:0, Gammelfisch und Ramazotti, ein schöner Segeltag mit wenig Motormeilen)

Start :53°02,7'N004°51,5´EYachthafen - Oudeschild / Texel
Zwischenziel :55°55,8´N005°02,9´ESchleuse - Den Oever
Ziel :52°46,3'N005°06,7´EYachthafen - Medemblik

10:30 Uhr ab Texel - 6:00 Std in Fahrt - an Medemblik 16:30 Uhr
26,5 sm GPS | 24,9 sm durchs Wasser - Motor 5,3 sm und Segel 18,6 sm | 4,5 kn/h
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spc :

Gut ausgeschlafen frühstückten wir in aller Ruhe. Da ein N 2-3 angesagt war verzichteten wir auf die angedachte Fahrradtour über die Insel. Wir ließen uns noch als Reeling-Crew ablichten und legten um 10:35 ab.

  

Das Barometer war bei 1025,5 angekommen und versprach wieder einen schönen Tag. Das Ablegemanöver vom RDS Bernd war eigentlich perfekt. Nur der nicht ganz richtig einkalkulierte Seitenwind versetzte die Hanna ein wenig. Bernd meisterte auch diese Aufgabe.

    

Die Nordsee im Rücken ging es der Eingangsschleuse Den Oever durchs Wattenmeer entgegen. Um 11:30 wurden die Segel an BB bei einem NNO von 10 Ktn. gesetzt. Die Hanna unter Segel, 11:40 sorgte Bernd dann für das High-Light des Tages. Aufgrund einer angeblich falschen oder gar keinen Kursangabe ging, bei einer plötzlich einfallenden Böe, die RDS-Cap von Bernd über Bord.

Dies muss man als RDS-Desaster einstufen, da es sich hierbei bereits um seine Ersatz-RDS-Cap handelte. Das Original war bekanntlich in 2006 auf Mallorca in der Naturbucht Caprera bei Yacht vor Anker, aber leichtem Unwetter und Absacker in der Hand, über Bord gegangen.

Die vom Navigator Klaus vorgeschlagene Empfehlung ein Quick-Stop-Manöver zu segeln wurde abgelehnt. Irgendwie kam jedoch die Cap wieder in Sicht und wurde von Klaus mit dem Enterhaken und einem gutem Kursmanöver von Bernd an Bord geholt (52°59,55´N, 004°52,6´E). Die nasse Cap auf dem Kopf strahlte Bernd wie ein Honigkuchenpferd, dass dann doch wieder alles gut war. Auch kühlte die Cap Bernds Kopf, der von den letzten Tagen ein Sonnenbrand hatte.


Um 13:10 erreichten wir Den Oever und konnten wieder aufgrund unseres Timing direkt einfahren.

    

Nach 30 Minuten Schleusung fuhren wir ins Ijsselmeer ein und setzen direkt Segel an Steuerbord. Ein schöner NO mit 12-15 Knoten begleitete uns bis Medemblik. Das 2. Ereignis des Tages war der Wassereinbruch im Salon bei Hanna. Tono und Bernd holten mit einer Tasse eine Pütz Wasser aus dem Motorraum. Es stellt sich heraus, dass ein Schlauch undicht war, nachdem Detlef mit dem Vercharterer telefoniert hatte. Zur Sorge bestand daher kein Anlass.

  

Klaus nervte die Crew über eine Stunde bis er alle überredet hatte doch endlich ein MOB-Manöver zu fahren. Dies klappte auch sofort beim ersten Mal unmittelbar vor der Hafeneinfahrt von Medemblick. Bevor wir in den Stadthafen einfuhren erzählten Detlef und Klaus noch etwas über Ihre Segelerfahrungen mit der DYAS im Oktober letzten Jahres genau an dieser Stelle.

Um 16:15 legten wir an der Hafenmeistermole an, Detlef und Tono meldeten uns an und es ging in die zugewiesene Box.

Alle guten Dinge sind 3. Klaus versäumte bei der Einfahrt in die Box die Fender einholen zu lassen. Damit machten wir dann die Erfahrung, dass ein Fender, wenn er kaputt geht, dies ohne lauten Knall tut. Man lernt ja immer wieder dazu.

Klaus ging dann ins Städtchen und holte für Bernd und Detlef ein Makrelenbrötchen, da diese beiden den jongen Matjes den Tono und Klaus genüsslich verzehrten nicht mochten, da das ja Gammelfisch ist. Da es keinen gemixten Jenever mehr gab, musste Tono´s Ramazotti dran glauben. Bei herrlichem Sonnenschein von hinten in die Plicht schmeckte dieser dann wieder allen gut. Wir beobachteten noch bei einigen Bieren –Fisch muss ja bekanntlich schwimmen- wie die am Vorabend kennen gelernte SKS-Crew ihr Hafenmanöver absolvierte und ließen es uns gut gehen.

  

  

Unter die frische Dusche und fein gemacht für´s Städtchen gingen wir dann los. Überall oranje, denn heute spielte ja Holland in der EM. Im Hafenrestaurant „De Drymaster“ –das kannten wir ja bereits von unserer DYAS-Regatta-Siegerehrung, sahen wir uns dann beim Abendessen den grandiosen 3:0 Sieg gegen Italien an. Zurück in der Plicht genossen wir noch bei Kerzenschein die letzten Getränke.


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